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Geiz ist sowas von ungeil

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Ja, ich weiß, es ist keine populäre Meinung - aber ich stehe dazu: Wer einen guten Job macht, der soll auch einen guten Lohn dafür bekommen. Das halte ich bei meinem Dorfschmied so, wenn der den Reifen flickt , das halte ich umgekehrt auch so, wenn ich in Honorarverhandlungen einsteige. Bei Ersterem gibt es das geforderte Geld und noch ein Trinkgeld dazu, bei Letzteren stehen manche potentielle Kunden etwas bedröppelt da, wenn ich den Auftrag dankend ablehne.  Was man sich als Fast-Rentner auch immer öfter leisten kann. Und so die Nerven schont.  Aber, zurück zum Thema, beziehungsweise zum Anlass dieses Beitrags. Heute geht es mal um Apps. Diese kleinen Helfer, die man sich schnell, unkompliziert, und oft genug kostenlos aus den Weiten des Datennetzes saugen kann. Und bei denen man dann schnell merkt, dass "kostenlos" eben Werbung bedeutet. Manchmal in erträglichem Rahmen, manchmal extrem nervig.  Wenn der zweite Fall gegeben ist, dann schreit die Netzgemeinde laut auf. W...

Plattfuss in Irland

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Keine Sorge, ich will hier jetzt nicht ein neues Kapitel des filmischen Schaffens des seligen Carlo Pedersoli (1929-2016) ans Licht zerren. Nein, es geht um die Fährnisse, die ein Autofahrer auf der "Grünen Insel" meistern muss. Und dazu gehört nun einmal der Plattfuss. Nicht der Pes planus, nicht der Hau-Drauf-Held-mit-Herz, nein, der mehr oder minder langsam Luft lassende Pneu.  In den letzten drei Monaten ein Schicksal, das mein Fortkommen gleich dreimal behinderte. Nicht dramatisch, zum Glück, sondern per Anzeige des Computers im Fahrerblickfeld. Prozedur dann jedesmal dieselbe: Optischer Check und "Fussprobe", keine akute Gefahr, also bei nächster Gelegenheit an die Luftpumpe. Den betroffenen Reifen identifiziert, dann den Übeltäter isoliert. Ab zum Dorfschmied, und um Abhilfe ersucht. Was zweimal gut klappte, eine Schraube beziehungsweise ein Nagel hatten die Lauffläche des linken beziehungsweise rechten Hinterreifens durchdrungen, wurden chirurgisch entfernt,...

Mit der Schule ist es wie mit der Medizin

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Dieser Tage findet im fernen Itzehoe ein "Jahrgangstreffen" meiner ehemaligen MitschülerInnen statt, die (wie ich auch) 1980 das Abitur absolvierten. Mehr oder minder erfolgreich. In meinem Fall minder, hat aber auch nichts wirklich geschadet. Doch kam bei mir die Frage auf: "Was eigentlich haben mir dreizehn Jahre Schule gebracht?"  Eine Frage, die in Sichtweite der beruflichen Zielfahne "Rente" vielleicht spät aufkommt. Aber auch schon vorher ab und an durch den Raum schwebte. Heute habe ich dann die Zeit gefunden, einmal meine Gedanken dazu in Schriftform zu bringen. Wobei ich vorweg sagen muss, dass ich in den letzten 35 Jahren genau zweimal nach einem Zeugnis gefragt wurde ... ein Verlag in den USA legte Wert auf akademische Bildung der Mitwirkenden und wollte meinen M.A. nachgewiesen haben. Und jetzt will die Rentenversicherung einen Nachweis über die Schul- und Studienzeiten. Ansonsten interessierte es herzlich wenig, ob ich nun in Schönschrift oder...

Social Media post mortem

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So, nun lebe ich also mehrere Wochen ohne soziale Medien ... und siehe, ich vermisse sie eigentlich nicht. Wichtige Kontakte auf Facebook wurden mit dem Messenger am Leben gehalten, andere Leute melden sich per eMail, manch Mensch liest hier mit.  Gut, ich gebe zu, der Blog könnte etwas mehr Leben gebrauchen. Nicht nur von meiner Seite, auch von den Reaktionen her. Zugegeben, es macht doch etwas mehr Mühe, Gedanken auszuformulieren. Auf jeden Fall mehr Mühe, als schnell ein "Like" zu klicken. Und auch mir bringt ein Beitrag hier mehr Arbeit ins Haus als flink etwas in den Feed zu feuern. Das Experiment mit einem Kurzbeitrag im Stil von Facebook sehe ich als gescheitert an. Keine Reaktion, interessiert also anscheinend niemand, warum sich dafür dann abrackern? So werde ich dann wohl nur noch längere Beiträge hier abladen. Lesestoff, oder kleine Bilderstrecken. Keine Sorge, es wird nicht der heimische Dia-Abend. Und, ganz ehrlich, ich weiß auch noch nicht genau, was da kommen s...

Friedhof der Kuscheltechnologie

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Aus gegebenem Anlass musste ich den Dachboden, irgendwann mal als "Man Cave" vorgesehen, etwas bereinigen ... der Weg zum Wertstoffhof steht an, und so sollen dann Papier- und Pappdinge den Weg alles Irdischen gehen. Zur Reinkarnation freigegeben.  Und als ich so sinnierte, was weg kann (eigentlich alles, oder mindestens 90%, denn es lagert seit Jahren unvermisst da oben), da schweifte mein Blick auch auf einige Elektrosachen. Die ich gleich mitnehmen könnte. Mal sehen, was ich so aus dem Gedächtnis zusammenkriege: VHS Rekorder, Compact Cassette Deck, Walkman, CD Spieler, DVD Spieler, Floppy 3.5 externes Laufwerk, zwei Satellitenempfänger, Equalizer, Tuner, Scanner, Drucker, 4:3 Monitor, analoger 4:3 Fernseher, kaputte Digitalkamera, noch 'ne kaputte Digitalkamera, und noch eine, gleich fünf obsolete Handys, diverse Ladegeräte. Ich glaube, ich muss doch zweimal fahren. Und befürchte gleichzeitig, dass dies eigentlich nur die Spitze des Eisbergs ist. Denn in der Werkstatt ...

Wer nicht fragt, bleibt dumm ...

Herself hat Lieferanten aus dem Ausland im Haus, und mitten in der Runde kommt eine Frage auf: warum eigentlich haben viele irische Autos diese Aufkleber mit L oder N?  Noch bevor sie was sagen kann, liefert ihr Chef eine einleuchtende Erklärung: "Politik, alles Politik ... Nationalisten fahren mit dem N, Loyalisten mit dem L." Zufrieden nickt der Gast. Und reist mit mehr Wissen wieder heim.

Darwin oder doch nicht?

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In Irland scheint es gerade einmal mehr einen Wettbewerb um den aktuellen Darwin-Award zu geben. Und das hängt vielleicht auch mit Social Media zusammen. Oder Langeweile im Sommerloch. Oder Dummheit.  Die Fakten sind haarsträubend:  Am zweiten Augustwochenende, im Morgengrauen, verwandelte sich eine einfache Fahrt auf der M50 für einen Mann in einen grauenhaften Alptraum. Denn ihm kam, frisch von der Rampe bretternd, ein Geisterfahrer entgegen. Frontalzusammenstoß, neun Menschen teils schwer verletzt. Im Kleinwagen (!) auf der falschen Spur nicht weniger als acht Teenager. Alles Party oder was? Das vergangene Wochenende dann ein ähnliches Szenario auf der M9 im County Kildare, auf dem Weg in den Urlaub kam vier nichts ahnenden Fahrzeuginsassen um drei Uhr nachts ebenfalls ein Fahrzeug entgegen. Wieder ein frisch von der Auffahrt rasender Geisterfahrer, wieder ein Frontalzusammenstoß. Diesmal nicht so "glimpflich" - aus dem Wrack des falsch fahrenden BMW schnitt die Feuerwehr ...