Friedhof der Kuscheltechnologie
Aus gegebenem Anlass musste ich den Dachboden, irgendwann mal als "Man Cave" vorgesehen, etwas bereinigen ... der Weg zum Wertstoffhof steht an, und so sollen dann Papier- und Pappdinge den Weg alles Irdischen gehen. Zur Reinkarnation freigegeben.
Und als ich so sinnierte, was weg kann (eigentlich alles, oder mindestens 90%, denn es lagert seit Jahren unvermisst da oben), da schweifte mein Blick auch auf einige Elektrosachen. Die ich gleich mitnehmen könnte. Mal sehen, was ich so aus dem Gedächtnis zusammenkriege:
- VHS Rekorder,
- Compact Cassette Deck,
- Walkman,
- CD Spieler,
- DVD Spieler,
- Floppy 3.5 externes Laufwerk,
- zwei Satellitenempfänger,
- Equalizer,
- Tuner,
- Scanner,
- Drucker,
- 4:3 Monitor,
- analoger 4:3 Fernseher,
- kaputte Digitalkamera,
- noch 'ne kaputte Digitalkamera,
- und noch eine,
- gleich fünf obsolete Handys,
- diverse Ladegeräte.
Ich glaube, ich muss doch zweimal fahren. Und befürchte gleichzeitig, dass dies eigentlich nur die Spitze des Eisbergs ist. Denn in der Werkstatt befinden sich auch noch eine Handvoll irreparabler Gerätschaften. Die selbst mein bastelfreudiger Nachbar nur noch mit einer letzten Ölung versehen mochte.

Vielleicht entstehen solche Probleme nur unter der Voraussetzung, dass man zuviel Platz hat? Nur so eine Idee. Defekte Elektrik und Elektronik fliegt bei mir jedenfalls sofort raus - hübsch zerlegt (die Freude gönne ich mir noch zum Abschied) und nach Metall und Kunststoff getrennt über den Hausmüll entsorgt. Nicht Trennbares (Platinen und ähnliche Verbundstoffe) bringe ich zum Wertstoffhof. Und tschüss ...
AntwortenLöschenWas mir allerdings schon wichtig ist: Datenrettung auch bei ältesten Geräten, weshalb ich ein Kassettendeck mit USB-Ausgang zur Digitalisierung mein eigen nenne. Außerdem verfüge ich über einen USB-Adapter, an den ich IDE-, SCSI- und SATA-Festplatten direkt anschließen und über meinen PC auslesen kann. Und ein externes Floppy-Laufwerk nenne ich auch mein eigen. Das war alles schon mehr als einmal sehr nützlich. Es hilft, wenn man die Datenträger von Verstorbenen auf Wichtiges durchsehen muss. In die Verlegenheit kam ich schon mehrfach.
Das befreiende Gefühl bei der Entsorgung größerer Mengen kenne ich allerdings durch auch. Was hatte ich nicht alles in Dokumentenordnern aufgehoben (Korrespondenzen, Fotokopien, Rechnungen, Behördliches und und und ... Digitalisieren und schreddern schafft erfreulich viel Platz ;-)
Zu viel Platz hat man nur, wenn der Platz nicht irgendwann ausgeht ... was bei meiner Manie, Kartons und noch verwertbare Holzteile zu bunkern dann doch irgendwann der Fall ist. Das Technologiekonvolut passt dagegen eigentlich noch gut in einen kleinen Kofferraum.
LöschenÜbrigens: Das Zerlegen kann man den Wertstoffhöfen überlassen. Mit dem Bohrer dreimal durch die alte Festplatte reicht als Sicherung ...
Das Zerlegen ist meine persönliche Meise, die mir den Vorteil bringt, dass ich nur kleine Mengen zum Wertstoffhof bringen muss. Und das ist durchaus wichtig, weil ich alles mit dem Fahrrad erledige. Die Anschaffung eines Kfz hat sich für mich noch nie rentiert.
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