Ich will ja nicht meckern, aber …

… im Moment sitze ich wieder an Textüberarbeitungen und stehe damit erneut am Rande des Wahnsinns. Weil, die zu überarbeitenden Texte sind nicht von mir. Und haben es in sich.

Was genau? Nun ja, neben sachlich falschen Informationen und auf eine ganz spezifische Weltsicht hingebogenen Darstellungen ist es vor allem die „Schreibe“, die mich den Kopf auf die Tastatur schlagen lässt. Zusammengefasst vielleicht am besten charakterisiert als verbale Diarrhö eines Menschen, der leider nicht mit einem allzu großen Wortschatz gesegnet ist. Der sich aber redlich bemüht, jedes Trendwort, jede „stylische“ Phrase in den Text einzubringen. Und der, da kommt der kleine Fundus an Formulierungskunst und Vokabular zum tragen, dieselben Seiten des Dudens immer und immer wieder beackert. Kurz: Schlechter Text, in einer ewig erscheinenden Schleife der Wiederholung.

Ist bei kurzen Texten ja noch erträglich, weil es meist nicht zum Tragen kommt. Aber wenn es länger wird, und man alles lesen muss, dann ist es ein Graus. Und die Bearbeitung wird zur Übung im Haare raufen.

Hat übrigens wenig mit „persönlichem Stil“ und linguistischen Präferenzen zu tun. Wer sich in der Schule schon gewundert hat, warum sein Aufsatz „Was ich in den Sommerferien gemacht habe …“ nur eine mittelmäßige Note bekam, wo doch jeder Satz so konsequent mit „Und dann sind wir …“ anfing, der merkt es einfach nicht. Wenn er sich wiederholt, nochmals wiederholt, und das dann als Dutzendware.

Aber vielleicht bin ich auch nur zu kritisch, in den Zeiten des TL:DR.

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