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Essen wie bei Onkel Ho

Manchmal muss man dann doch abseits der ausgetretenen Wege herumschnüffeln, um sein Glück zu finden. Ging uns gerade einmal mehr so in Dublin, wo ein spontanes „Mal sehen, was es da so noch gibt?“ direkt nach Vietnam führte. Zumindest kulinarisch. Und ein spontanes Probeessen setzte das Mini-Restaurant dann auch gleich mal auf die Liste für die Überarbeitung des DuMont Direkt „Dublin“. Zumal die Epicurean Food Hall ja mittlerweile den Weg alles Irdischen ging, da muss Ersatz her!

Bunt und auffällig … wenn man weiß, wo!

Und einen ersten Ersatz fanden wir dann bei Aobaba in der Capel Street, dem Zentrum nah, aber wahrlich keine Touristengegend. Gut so. Denn der Laden war so schon voll genug, wobei die Langnasen doch in der deutlichen Minderzahl waren.

Also, Suppe in kleiner Portionierung (etwa phở bò, ausreichend für eine Mittagsmahlzeit) um die 6 €, grosser Topf 8 € (Herself meinte „Hätte ich nicht geschafft …“, der junge Asiate am Nachbartisch kapitulierte auch), und der „glückliche Pfannkuchen“ (bánh xèo, mit Reismehl gemacht) war mit 6 € am Start. Was erstmal wenig aussagt, denn in der relativ nahen Moore Street Mall kann man ja beim Pakistani für unter 8 € das „All You Can Eat“ Buffet plündern. Multi-Kulti-Dublin, das sei auch mal gelobt, hat die Rip-Off-Republic ganz schön in die Knie gezwungen.

Frage des Geschmacks, darauf läuft es hinaus … die Suppe war erstklassig, mit reichlich hauchdünnem Fleisch, genau richtig gekochten Nudeln, und einer guten Gemüseauswahl. Beim Eierkuchen gab es geschmacklich nichts zu meckern, allerdings hätte ich mir etwas mehr Füllung gewünscht. Was bedeutet, dass es beim nächsten Mahl im Aobaba (und es wird garantiert ein nächstes Mal geben) dann doch wohl experimentell ein vietnamesisches Baguette sein darf (sage keiner, dass die Kolonialzeit nicht auch einige wenige gute Seiten hatte).

Unterm Strich … eine Empfehlung wert. Und somit in die Kartei „Essen in Dublin“ aufgenommen.