Der elektronische Irland-Sixpack

Gewissermaßen als Geheimsache kamen diese fünf vom Netz herunter zu ladenden Broschüren, Neudeutsch auch E-Books genannt, auf die Welt. Jetzt kann man sie gegen schmales Geld bekommen. Mit Texten aus meiner Feder (oder besser dem Laptop, auch E-Quill genannt).

Erhältlich sind die Downloads jetzt unter irish-net.com, dem Mitgliederbereich von irish-net.de, wo man für 18 € im Jahr einsteigen kann. Leistungen hinter dem Paywall, neben dem heftigen Anzeigen-Placement heute wahrscheinlich der einzige gangbare Weg, im Internet mit einer Webseite noch Geld zu machen. „Alles kostenlos und sofort“ hört sich zwar für den Verbraucher gut an, ist aber kein Geschäftsmodell auf Dauer.

Aber was gibt es denn nun dort zu saugen und zu lesen? Anhand der Titelseiten und Intro-Texte kann man sich ein Bild machen:

Was man in Irland besser lassen sollte …

Da sind Sie nun in Irland, und schnell kommen Sie mit „echten Iren“ ins Gespräch. Sei es am Tresen im Pub, an der Kasse im Dorfladen, bei Touristenattraktionen oder alltäglichen Angelegenheiten. Kontakt mit den Einheimischen bleibt eigentlich nie aus. Ist oft sogar gewollt. Für manchen Besucher das Highlight der Reise, als ob es an Shannon und Erne noch von der Zivilisation nicht beleckte Ureinwohner gäbe. Die Iren sind ein freundliches, kontakt- und schwatzfreudiges Völkchen, das stimmt, so dass eine Interaktion mit ihnen bei einigermaßen Sprachkenntnissen (des Englischen, keine Sorge) weder Hürde noch echte Besonderheit bedeutet. Aber … so mancher Tourist schafft es, binnen kürzester Zeit jeden guten Willen zu verspielen. Meistens, indem man den Iren auf den sprichwörtlichen Senkel geht. Und sich zu irgendeinem Faux Pas hinreißen lässt, der wiederum die Stimmung eisig und gelegentlich sogar gefährlich werden lässt. Oder man verdirbt sich durch Anfängerfehler die Laune selber. Muss nicht sein – schon mit einer recht kurzen Liste der wichtigsten Tabus können Sie sich den Urlaub in Irland erleichtern. Indem Sie eben diese Heuler vermeiden. Und gleichzeitig das oft stark angekratzte Bild des Touristen in der kollektiven irischen Psyche wieder etwas aufpolieren. Sowie ihren eigenen Irland-Genuss verbessern.

Da gibt es eine App für …

Ab nach Irland mit der idealen App für Irland? Sollte ja eigentlich kein Problem sein, denn sowohl für Apple wie für Android gibt die schnelle Suche schon einige Dutzend kleine elektronische Helfer her. Nur: Welche App taugt wirklich was, und welche kann man vergessen? Wir versuchen hier einmal, etwas Rodung im App-Dschungel zu betreiben. Und stellen die 15 Apps vor, die unserer (sicherlich auch teils subjektiven) Meinung nach den Urlaub vereinfachen und verbessern können. Übrigens – ist kein direkter Link zu den jeweiligen Webseiten der App-Anbieter verzeichnet, dann sind die unter itunes.apple.com oder play.google.com zu finden – als Suchbegriffe einfach den jeweiligen App-Titel verwenden. Auf Deep Links haben wir verzichtet, da sich diese oft schnell ändern. Kann man auch unter „Kundenservice“ verbuchen, denn nicht nervt mehr als tote Links.

Pack die Badehose ein …

Strandurlaub in Irland? Naja, der Klassiker ist das nicht gerade … denn wechselhaftes Wetter und niedrige Wassertemperaturen lassen trotz Golfstrom-Anschluss nicht gerade ein Copacabana-Feeling aufkommen. Wer aber vom Strand mehr erwartet, als nur in der Sonne zu braten, und wer auch ohne Ballermann-Gastronomie auskommt, der kann in Irland sehr schöne Plätze entdecken. Einige wohlbekannt, beliebt, und daher an schönen Tagen auch sehr lebendig. Andere mehr abgeschieden und auch nicht unbedingt schnell erreichbar. Strandurlaub in Irland ist also möglich, und man kann sogar eine ganze „Strand-Tournee“ der Besten machen. Aber welche sind das? Wir haben uns einige Gedanken gemacht, und präsentieren hier eine (rein alphabetische) Liste der irischen Strände, die man getrost empfehlen kann. Also, schaun mer mal …

Was es nicht alles (nicht mehr) gibt …

Irland entwickelt sich weiter, ist nicht in einer unheimlichen Stasis, einem Dornröschenschlaf gleich, gefangen, zum reinen Schauobjekt an Europas Westrand verkommen. Im Gegenteil: Im 20. Jahrhundert holte Irland rapide auf, überholte sogar Teile Westeuropas (Stichwort „Celtic Tiger“), und in den letzten Jahren stoppte dieser Trend trotz Wirtschaftskrise nicht. Was dabei auf der Strecke blieb, das ist das oft gesuchte „alte Irland“, das zumindest einen Teil der Besucher anlockt. Die ländliche Idylle, aber auch so manches Negative. Wer heute mit dem „Irischen Tagebuch“ des Heinrich Böll anreist, der wird oft entsetzt feststellen, dass die mehr als sechzig Jahre alten Notizen des deutschen Nobelpreisträgers hoffnungslos veraltet sind. Generell mag zwar noch die eine oder andere Beobachtung im Kern stimmen, das Haltbarkeitsdatum seiner Beschreibungen aber ist schon lange abgelaufen. Und auch andere Irland-Klischees hat der Zahn der Zeit nicht nur angenagt, einige hat er sogar abgebissen und weggespuckt. Lassen Sie uns einen gemeinsamen Blick auf einige Dinge werfen, die aus Irland mittlerweile verschwunden sind … oder die zumindest auf dem absteigenden Ast hocken, oft recht wackelig.

Wo es den Touristen gruseln kann …

Kalte Schauer sind in Irland ja normal – das typische Wetter eben. An manchen Orten allerdings können dem Besucher auch an warmen, trockenen Tagen ganz unvermittelt kalte Schauer über den Rücken laufen. Denn hier spukt es, geht der Leibhaftige selbst um, oder lauert ein Monster auf dem Seegrund. Irlands gruseligste Plätze sind nicht immer leicht zu finden. Aber an manchen kann man auch gemütliche Stunden, ja sogar eine ganze Nacht verbringen. Wobei es aber dann nicht unbedingt der Portier sein mag, der um Mitternacht über die Gänge schleicht …

Was man den Lieben daheim mitbringen kann …

Was soll man den Lieben daheim (oder sich selbst) nun aus Irland mitbringen? Die Qual der Wahl ist groß, denn unzählige Läden, Buden und fliegende Händler bieten ihre Souvenirs feil. Von handgemacht im kleinen Cottage bis frisch per Container aus China importiert. Und oft kitschig: Hauptsache grün, ein paar Kleeblätter drauf, Leprechaun und Mollie Malone optional. Zugegeben, selbst diese Klischee-Vermarktung findet nicht nur ihre Anhänger, sie ist manchmal sogar ganz originell. Dennoch … was soll man kaufen, was besser meiden? Kommt natürlich immer auf den individuellen Geschmack, den Hang zur postmodernen Ironie, und den Geldbeutel an. Wir haben uns einmal umgeschaut. Und eine kleine Liste zusammengestellt, die nach dem typisch irischen Motto „One for everyone in the audience!“ schon alle Eventualitäten abdecken kann. Ausnahmen wird es immer geben …

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