Das Wikingerboot aus dem Nydam-Moor

Ein dänisches Schiff, in einer deutschen Museumssammlung … so sind nun mal die Winde der Geschichte, sie wehen Funde wie auch Grenzen hin und her. Und so steht das im dänischen Nydam-Moor erhaltene und gefundene Wikingerboot heute im deutschen Schloss Gottorf bei Schleswig. Gut in Schuss. Gefunden wurde das beeindruckende Relikt 1863, dann nach Kriegswirren in Schleswig heimisch. Den Wikingern selber, die das Boot wohl um 320 im Moor als Opfergabe versenkten, waren solche Nationalitätsgespinste noch fremd. Für sie gab es nur „wir“ und „die“, manches Mals auch nur „uns“ und „unsere Opfer“.

Als Truppentransporter konnte das Boot wahrscheinlich fast fünfzig Nordmänner in das Gefecht bringen. Mit Rudern, denn für Segel war es rein konstruktionstechnisch gar nicht vorgesehen. 36 Mann zogen an den Riemen – heute würde man natürlich ganz Image-freundlich einige gut gebaute Schildmaiden darunter mischen. Insgesamt 22,84 Meter Länge wies das Nydam-Boot auf, ein ganz schöner Kawenzmann zu seiner Zeit. Und heute Prunkstück der Ausstellung in der Nydam-Halle.

Hier einige Schnappschüsse vom Sommer 2009 …

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